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Extra breite Diabetikerschuhe: Worauf es bei Passform und Fußschutz ankommt
Der Verschluss sollte den Fuß halten, ohne punktuell einzuschneiden. Prüfen Sie außerdem, ob Sie ihn selbst gut erreichen und bedienen können.
Ein weit zu öffnender Einstieg erleichtert das Anziehen. Er ersetzt jedoch keinen sicheren Sitz beim Gehen.
4. Platz für die vorgesehenen Einlagen
Wenn Sie Einlagen tragen, nehmen Sie diese zur Anprobe mit. Sie verändern den verfügbaren Innenraum und können den Fuß im Schuh anheben.
Kontrollieren Sie mit eingesetzter Einlage erneut den Zehenraum und den Fersenhalt. Lassen Sie sich erklären, ob das ursprüngliche Fußbett entfernt werden soll.
Mehrere Einlagen übereinander zu legen, kann den Schuh zu eng machen. Die Kombination sollte fachlich abgestimmt sein.
5. Ein sicherer Fersensitz
Zusätzliche Weite am Vorfuß sollte nicht zu übermäßigem Spiel an der Ferse führen.
Gehen Sie einige Schritte, wenden Sie und bleiben Sie stehen. Achten Sie darauf, ob die Ferse deutlich hochrutscht oder der Fuß nach vorne gleitet.
Der AOK-Schuhcheck betont neben genügend Platz auch festen Halt an den Fersen und eine glatte Innenbettung.
6. Eine zum Bedarf passende Sohle
Eine weich gepolsterte Oberfläche kann angenehm sein. Ob eine Sohle den erforderlichen Schutz oder die notwendige Druckentlastung bietet, lässt sich jedoch nicht allein durch Drücken mit der Hand beurteilen.
Bei erhöhtem Fußrisiko sollte die Sohlen- und Einlagenversorgung fachlich ausgewählt werden. Besonders nach einem abgeheilten Geschwür können gezielte Maßnahmen zur Druckentlastung erforderlich sein.
Welche Schuhweite ist richtig?
Bezeichnungen für breite und extra breite Schuhe unterscheiden sich zwischen Herstellern. Eine vertraute Weitenangabe garantiert deshalb keine identische Passform.
Orientieren Sie sich an der Größentabelle des jeweiligen Modells und lassen Sie beide Füße vermessen. Wichtig ist außerdem, wo der zusätzliche Platz benötigt wird.
Wenn der Schuh seitlich drückt, kann mehr Weite helfen. Drückt er oben auf den Spann, ist möglicherweise mehr Tiefe oder eine andere Konstruktion erforderlich.
Die breiteste verfügbare Ausführung ist nur dann sinnvoll, wenn Ihr Fuß diesen Raum tatsächlich braucht.
So prüfen Sie neue Schuhe
Planen Sie die Anprobe möglichst nachmittags oder abends, wenn Ihre Füße im Tagesverlauf anschwellen. Diabinfo empfiehlt außerdem, dass bereits beim Kauf nichts stören oder drücken sollte.
Gehen Sie dabei systematisch vor:
- Probieren Sie beide Schuhe mit Ihren üblichen Strümpfen an.
- Verwenden Sie die vorgesehenen Einlagen.
- Schließen Sie die Verschlüsse ohne übermäßige Spannung.
- Prüfen Sie den Platz vor und über den Zehen.
- Gehen Sie einige Schritte und kontrollieren Sie den Fersenhalt.
- Untersuchen Sie anschließend Füße und Strümpfe.
Bei Neuropathie sollte eine fachkundige Person die Passform mitbeurteilen. Fehlender Schmerz ist kein zuverlässiger Nachweis dafür, dass ein Schuh geeignet ist.
Neue Schuhe zunächst kurz tragen
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