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Extra breite Diabetikerschuhe: Worauf es bei Passform und Fußschutz ankommt

Extra breite Diabetikerschuhe: Worauf es bei Passform und Fußschutz ankommt

Schuhe können in der Länge passen und trotzdem zu eng sein. Besonders am Vorfuß, über dem Spann oder oberhalb der Zehen fehlt dann Platz. Extra breite diabetikerschuhe bieten zusätzliche Weite – entscheidend ist jedoch, dass der gesamte Schuh zum Fuß und zum individuellen Versorgungsbedarf passt.

Bei Diabetes verdient die Schuhwahl besondere Aufmerksamkeit. Nervenschäden können dazu führen, dass Druck und Reibung unbemerkt bleiben. Durchblutungsstörungen können zusätzlich die Wundheilung erschweren. Deshalb sind ausreichend Platz, ein sorgfältig verarbeitetes Innenfutter und regelmäßige Fußkontrollen wichtig.

Dieser Ratgeber erklärt, welche Eigenschaften sinnvoll sind, wie Sie die Passform prüfen und wann eine fachliche Beratung erforderlich ist.

Was sind extra breite Diabetikerschuhe?

Extra breite Schuhe bieten mehr Raum quer zum Fuß als eine schmalere Ausführung innerhalb derselben Modellreihe. Je nach Konstruktion können sie außerdem einen höheren Zehenbereich, mehr Platz über dem Spann oder ein herausnehmbares Fußbett haben.

Die Bezeichnung allein sagt allerdings wenig darüber aus, ob ein Schuh für Ihre Füße geeignet ist. Auch ein als „Diabetikerschuh“ angebotenes Modell muss individuell geprüft werden.

Ein extra breiter Alltagsschuh ist zudem nicht automatisch mit einem ärztlich verordneten Diabetes-Schutzschuh oder orthopädischen Maßschuh gleichzusetzen. Welche Versorgung notwendig ist, hängt unter anderem vom Gefühl in den Füßen, der Durchblutung, möglichen Fehlstellungen und früheren Wunden ab.

Warum mehr Weite allein nicht ausreicht

Bei der Passform spielen mehrere Maße zusammen:

  • Länge: Abstand zwischen dem längsten Zeh und der Schuhspitze.
  • Weite: Platz quer über den Vorfuß.
  • Tiefe: Raum oberhalb der Zehen und über dem Spann.
  • Fersenhalt: Sicherer Sitz im hinteren Schuhbereich.

Ein breiter Schuh kann weiterhin auf die Zehen drücken, wenn er vorne zu flach ist. Umgekehrt kann ein insgesamt zu großer Schuh Bewegungen und Reibung zulassen.

Gesundheitsinformation.de empfiehlt bei gefährdeten Füßen ausreichend Platz in Länge, Breite und Höhe. Die Zehen sollen sich ohne Druck bewegen können.

Wichtige Merkmale extra breiter Diabetikerschuhe

1. Eine geräumige Zehenbox

Der vordere Schuhbereich sollte die natürliche Fußform aufnehmen, ohne die Zehen zusammenzudrücken.

Achten Sie auf genügend Platz seitlich und oberhalb der Zehen. Eine breite Außenform garantiert noch keinen geräumigen Innenraum: Futter, Verstärkungen und Nähte beanspruchen ebenfalls Platz.

Prüfen Sie die Passform im Stehen. Bei eingeschränktem Gefühl reicht die Frage, ob sich der Schuh bequem anfühlt, nicht aus.

2. Ein glattes Innenfutter

Fühlen Sie den Schuh vor dem Anziehen mit der Hand aus. Kontrollieren Sie besonders den Zehenbereich, die Ferse und die Übergänge unter der Zunge.

Achten Sie auf:

  • Hervorstehende Nähte.
  • Falten im Futter.
  • Harte Kanten.
  • Beschädigte Stellen.
  • Kleine Fremdkörper.

Gesundheitsinformation.de nennt störende Innennähte und scheuernde Riemen als Merkmale, die vermieden werden sollten. Auch Steinchen oder Sand gehören vor dem Anziehen entfernt.

3. Verstellbare Verschlüsse

Schnürungen oder verstellbare Klettverschlüsse ermöglichen eine Anpassung über dem Spann.

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